Angebote & Rechnungen · 4 Min. Lesezeit
Angebote im Handwerk erstellen: Vom Aufmaß zur klaren Leistungsbeschreibung
Ein verständliches Handwerkerangebot vorbereiten: Umfang klären, Mengen kalkulieren, Bedingungen festhalten und den Entwurf in Hassolux prüfen.
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Ein Angebot beginnt mit den offenen Fragen
„Bitte die Terrasse erneuern“ reicht als Anfrage aus, aber noch nicht als Grundlage für eine belastbare Kalkulation. Fläche, Untergrund, Material, Zugänglichkeit und Entsorgung können den Aufwand deutlich verändern. Klären Sie diese Punkte vor der Preisbildung und halten Sie fest, welche Angaben geprüft wurden und welche noch Annahmen sind.
Legen Sie einen eindeutigen Projektbezug an: Kunde, Baustellenadresse und Ansprechpartner sollten zusammenpassen. Eine Rechnungsadresse kann von der Baustellenadresse abweichen. Im Hassolux-Projektbereich führen Sie die zugehörigen Unterlagen zusammen. Notieren Sie beim Aufmaß auch das Datum und die verwendete Planfassung, damit spätere Änderungen erkennbar bleiben.
Leistungen so beschreiben, dass Rückfragen gezielt möglich sind
Gliedern Sie das Angebot nach tatsächlich unterscheidbaren Arbeiten. Bei einer Terrasse können das Rückbau, Entsorgung, Unterbau, Belag und Randbefestigung sein. Beschreiben Sie jeweils, was enthalten ist, in welcher Menge Sie rechnen und welche Ausführung vorgesehen ist.
Eine Position wie „Terrassenarbeiten pauschal“ lässt viele Fragen offen. Verständlicher ist beispielsweise „Vorhandene Betonplatten aufnehmen und zur vereinbarten Sammelstelle auf dem Grundstück transportieren“. Ob auch Abtransport und Entsorgung enthalten sind, sollte ausdrücklich hervorgehen. Das Beispiel beschreibt eine Formulierungshilfe, keinen technischen Standard für die Ausführung.
Trennen Sie optionale Leistungen und ungeklärte Zusatzarbeiten erkennbar vom vorgesehenen Umfang. Schreiben Sie insbesondere nicht gleichzeitig „Entsorgung enthalten“ in den Einleitungstext und „Entsorgung nach Aufwand“ unter eine Position. Prüfen Sie auch mitgelieferte Pläne auf Widersprüche zum Angebot.
Mengen und Einkaufspreise vor der Gesamtsumme prüfen
Ordnen Sie jeder Position eine passende Einheit zu. Quadratmeter, laufende Meter, Stunden und Stück beantworten unterschiedliche Fragen. Kontrollieren Sie die Mengen gegen Aufmaß oder Plan und dokumentieren Sie die Grundlage intern.
Für die Kalkulation berücksichtigen Sie Material, Arbeitsaufwand, Geräte, Transport und die für Ihren Betrieb relevanten Zuschläge. Wenn ein Lieferant Verpackungseinheiten anbietet, prüfen Sie die Umrechnung auf Ihre Angebotsmenge. Ein Preis je Palette darf nicht versehentlich als Preis je Quadratmeter übernommen werden.
Vergleichen Sie bei mehreren Lieferanten neben dem Einzelpreis auch Lieferumfang, Fracht und Verfügbarkeit. Der Leitfaden Lieferantenangebote vergleichen erklärt diesen Abgleich. Übertragen Sie Einkaufskonditionen erst dann in Ihre Kalkulation, wenn ihre Bedeutung klar ist; ein günstiger Materialpreis allein ergibt noch keinen tragfähigen Verkaufspreis.
Gültigkeit und Bedingungen bewusst festlegen
Ein Vertragsangebot kann rechtlich binden. Nach § 145 BGB gilt die Bindung grundsätzlich, sofern sie nicht ausgeschlossen wurde. Eine ausdrücklich bestimmte Annahmefrist richtet sich nach § 148 BGB. Verwenden Sie deshalb keine beliebigen Vorbehalte aus fremden Mustern, sondern verständliche, für Ihren Auftrag geprüfte Bedingungen.
Halten Sie den vorgesehenen Ausführungszeitraum, Voraussetzungen auf der Baustelle und Zahlungsbedingungen fest. Unterscheiden Sie einen abgestimmten Termin von einer unverbindlichen Planung. Wenn die Ausführung etwa von einer Materiallieferung abhängt, muss die Formulierung dazu passen. Besondere Vertragsfragen, Verbraucherinformationen oder strittige Bedingungen sollten Sie rechtlich prüfen lassen.
Das Angebot in Hassolux vorbereiten
Im Web öffnen Sie unter Dokumente die Angebote und wählen Angebot erstellen. Wählen Sie den Kunden und das passende Projekt. Der Editor enthält unter anderem Ausstellungsdatum und Angebot gültig bis sowie die Bearbeitung der Positionen.
Gehen Sie in drei Durchgängen vor:
- Inhalt: Prüfen Sie Empfänger, Projekt, Leistungsbeschreibung, Mengen und Einheiten.
- Kalkulation: Kontrollieren Sie Preise, Nachlässe, Steuerangaben und die dargestellten Summen.
- Ausgabe: Speichern Sie den Entwurf und öffnen Sie die PDF-Vorschau, um das tatsächliche Dokument zu lesen.
Prüfen Sie besonders lange Positionstexte und Seitenwechsel. Kundenseitige Zusagen gehören in die dafür vorgesehenen Dokumenttexte. Die Interne Notiz dient Ihrer internen Bearbeitung und ist kein Platz für Bedingungen, die der Kunde lesen soll. Stimmen Sie im Team ab, wer bearbeiten, prüfen und ausstellen darf; die Anleitung Mitarbeitende einladen und Berechtigungen vergeben hilft bei der Einrichtung.
Ausstellen, versenden und den nächsten Schritt festhalten
Nach der Prüfung können Sie das Angebot über Ausstellen abschließen. Das Ausstellen und der Versand sind getrennte Schritte. Nutzen Sie anschließend den vorgesehenen Download oder Per E-Mail senden und kontrollieren Sie den Abschluss des Versandvorgangs.
Dokumentieren Sie eine Rückmeldung des Kunden zusammen mit dem betroffenen Angebotsstand. Ein heruntergeladenes PDF ist noch keine Annahme. Ändert sich der Umfang, prüfen Sie die neuen Angaben als eigenen Stand, statt eine alte Zusage stillschweigend anders zu verstehen.
Für ausgestellte Angebote bietet Hassolux Folgedokumente wie Auftragsbestätigung, Rechnung und Arbeitsauftrag an. Prüfen Sie die übernommenen Angaben erneut. Den weiteren Abrechnungsablauf erläutert Abschlagsrechnung und Schlussrechnung. Unter Angebote und Rechnungen finden Sie die Produktübersicht und unter Preise die verfügbaren Tarife.